Fragen rund um Erdgasfahrzeuge

Wir haben für Sie Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um Erdgasfahrzeuge zusammengestellt. Bitte klicken Sie auf die Fragen, die Antworten werden dann eingeblendet.
Erdgasfahrzeuge haben wesentlich geringere Treibstoffkosten als Benzin- oder Dieselfahrzeuge.

Erdgasfahrzeuge schonen die Umwelt. Sie ermöglichen eine Schadstoffreduzierung im Straßenverkehr um bis zu 80 % und sie fahren leiser.
Derzeit zahlen Sie an der Tankstelle durchschnittlich:

  • Diesel:   1,53 EUR/Liter
  • Benzin:  1,67 EUR/Liter
  • Erdgas:  1,05 EUR/kg, bzw. umgerechnet 0,70 EUR/Liter

Damit sparen Sie bei den Treibstoffkosten bei 20.000 gefahrenen Kilometern im Durchschnitt:

  • gegenüber Diesel:  1.184,00 EUR (6,5 Liter/100 km)
  • gegenüber Benzin: 1.552,00 EUR (8 Liter/100 km)

Außerdem ist die Kfz-Steuer gegenüber Dieselfahrzeugen wesentlich geringer.

Die Bundesregierung hat für Erdgas einen reduzierten Steuersatz beschlossen, da Erdgasfahrzeuge weit weniger Schadstoffe ausstoßen und damit umweltschonender sind.

Die Steuervergünstigung ist bis 2018 festgeschrieben.

Der Erdgaspreis liegt somit immer mindestens 30% unter dem Dieselpreis.

Auf Erdgasfahrzeuge wird die Kfz-Steuer für Ottomotoren erhoben, die im Schnitt um 55 Prozent günstiger ist als die Kfz-Steuer für Dieselfahrzeuge.

Die Höhe dieser Kraftfahrzeugsteuer richtet sich in Deutschland nach den Abgasemissionen des Fahrzeugs. Fast alle ab Werk gelieferten Erdgas-PKW-Modelle erhalten auf Grund ihrer günstigen Schadstoffklasse (D4/EURO 3 bis EURO 4) einen Steuervorteil, der je nach Modell bis zu 307 Euro beträgt.

Manche Versicherer gewähren Rabatte bis zu 15 %.

Erdgasfahrzeuge kosten gegenüber vergleichbaren Dieselmodellen zwischen 350 und 1.000 Euro mehr.

Dafür ist die Kfz-Steuer für Dieselfahrzeuge aber wesentlich höher.

Gegenüber vergleichbaren Benzinmodellen kosten Erdgasfahrzeuge durchschnittlich 1.500 bis 3.500 Euro mehr.

Die Mehrkosten bei der Anschaffung machen sich sehr schnell bezahlt, da die Tankkosten wesentlich geringer sind. Im Durchschnitt ab 20.000 km.

Gebrauchte Erdgasfahrzeuge sind eine günstige Alternative. Hierfür gibt es bereits Gebrauchtwagenbörsen im Internet.

Die meisten Fahrzeughersteller bieten Serienfahrzeuge an, die ab Werk bereits mit Erdgas betrieben werden, beispielsweise:

  • Fiat: Multipla, Punto, Panda, Ducato, Doblo
  • Ford: Focus, C-Max, Transit
  • Opel: Zafira, Combo
  • VW: Touran, Caddy
  • Mercedes: Sprinter, E-Klasse, B-Klasse
  • Citroen: C3
  • Iveco: Daily
Übrigens haben die meisten dieser Fahrzeuge noch einen Benzinreservetank. Das heißt, sie können entweder mit Erdgas oder Benzin betrieben werden.

Grundsätzlich können nur Ottomotoren mit Erdgas betrieben werden. Das heißt:
Benzinfahrzeuge ja, Dieselfahrzeuge nein, da sie vom Verbrennungsprinzip nicht mit Erdgas betrieben werden können.

Benzinfahrzeuge kann man auf Erdgasbetrieb „umrüsten“. Das bedeutet, dass sie einen zusätzlichen Tank bekommen.

Der bisherige Benzintank bleibt bestehen und kann weiterhin genutzt werden.

Umgerüstete Fahrzeuge kann man deshalb sowohl mit Erdgas als auch mit Benzin fahren.

Die Umrüstkosten schwanken je nach Fabrikat und Firma, die die Umrüstung durchführt.

Für einen PKW kostet die Umrüstung durchschnittlich 2.500 bis 4.000 Euro.

Bei Transportern kostet die Umrüstung im Durchschnitt 4.000 bis 5.500 Euro.

Im Vergleich sind die Mehrkosten für ein erdgasbetriebenes Serienfahrzeug wesentlich geringer.
Außerdem braucht ein umgerüstetes Fahrzeug mehr Platz für den zusätzlichen Erdgastank.

Bei einem umgerüsteten Fahrzeug ja, wenn die nachträglich installierten Gasflaschen im Kofferraum untergebracht werden.

Bei einem Erdgasserienfahrzeug nein, da hier die Gasflaschen unterflurig angebracht werden und der Benzintank meist nur noch als Reservetank ausgeführt wird.
Ja, der Tank ist die stabilste Komponente im Fahrzeug. Er hat einen Berstdruck von 600 bar.

Zusätzliche Sicherheitsventile sorgen im Schadensfall für gezieltes Abblasen oder bei Hitzeeinwirkung für gezieltes Abbrennen des Gases.

Die Gastanks sind aus einem Spezialstahl gefertigt und werden in einer stabilen Stahlrohrkonstruktion montiert.
Erdgas ist leichter als Luft und hat mit 600 Grad Celsius eine vergleichsweise hohe Zündtemperatur.

Die Brand- und Explosionsgefahr ist daher sogar geringer als bei Benzin- oder Dieselfahrzeugen.
Bisher gibt es rund 775 öffentliche Tankstellen in Deutschland.

In den nächsten fünf Jahren kommen weitere 1000 Tankstellen hinzu. Im Umkreis von Metzingen ist das Tankstellennetz bereits sehr dicht:

In Metzingen können Sie bei der Tankstelle Miller, Stuttgarter Straße 73, tanken.

In Reutlingen können Sie entweder bei den Stadtwerken Reutlingen oder an der Araltankstelle tanken.

In Tübingen und Hechingen können Sie ebenfalls an der Araltankstelle tanken.
Geplant ist, dass in Deutschland in den nächsten fünf Jahren weitere 1000 Tankstellen hinzukommen sollen.

Damit sollen folgende Tankstellenabstände erreicht werden:

  • in städtischen Gebieten: alle 5 km
  • in Mischgebieten: alle 10-15 km
  • in ländlichen Gebieten: alle 20-25 km
Übrigens: In Italien sind Erdgasfahrzeuge sehr verbreitet. Dort kann fast bei jeder Tankstelle Erdgas getankt werden.
Je nach Reichweite Ihres Fahrzeugtyps kommen Sie mit einer Tankfüllung 280 bis 650 km weit.

Bei umgerüsteten Fahrzeugen fällt die Reichweite von Erdgas geringer aus. Dafür kann aber der bisherige Benzintank voll genutzt werden, so dass die Reichweite größer ist als bisher.
Nein! Ein ausgereiftes System stellt sicher, dass keine Bedienungsfehler auftreten können.

Der Tankvorgang selbst nimmt etwa so viel Zeit in Anspruch wie bei flüssigem Kraftstoff.

Übrigens: Beim Betankungsvorgang muss man im Gegensatz zum Tanken von Benzin oder Diesel keine Kraftstoffdämpfe einatmen, da die Tankkupplung druckdicht verriegelt wird.
Ja! Erdgasfahrzeuge reduzieren den Schadstoffausstoß gegenüber Benzin- und Dieselfahrzeugen um bis zu 80%.

Außerdem fahren Erdgasfahrzeuge leiser, da die „weichere“ Verbrennung von Erdgas das Motorengeräusch vermindert. Erdgasfahrzeuge machen also weniger Lärm im Straßenverkehr.
Ja! Sie merken beim Fahren und Tanken keinen Unterschied zu Benzin oder Dieselfahrzeugen.

Die Stadtwerke betreiben den Großteil ihrer Fahrzeuge bereits seit Jahren mit Erdgas. Ab Sommer 2004 wird auch Oberbürgermeister Hauswirth einen erdgasbetriebenen Dienstwagen nutzen.

Der ADAC betreibt bereits ebenfalls eine Flotte von Erdgasfahrzeugen, die für mobile Pannendienste eingesetzt werden und ist sehr zufrieden damit. Deshalb soll die Flotte auch sukzessive erweitert werden.
Vor allem in Internet unter:

www.erdgasfahrzeuge.de
www.gibgas.de
www.metzingen-gibt-gas.de

oder direkt bei den Stadtwerken Metzingen:

Ansprechpartnerin:
Petra Münzing
Telefon: 07123 / 925-256
p.muenzing@metzingen.de

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