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Erdgas

Von der Förderstelle zum Verbraucher
Wie kommt Erdgas ins Haus?

Man kommt nach Hause und die Wohnung ist eiskalt. Kein Problem: Ein kleiner Dreh am Regler der Gasheizung und schon wird es warm. Ganz selbstverständlich ist Erdgas jederzeit verfügbar. Was den wenigsten bewusst ist: Wenn es zu Hause durch die Leitungen fließt, hat es bereits eine lange Reise hinter sich. Es kommt zum Beispiel aus Russland oder Norwegen und legt Entfernungen von über 5.000 Kilometern zurück. Allein in der deutschen Gaswirtschaft sorgen rund 40.000 Mitarbeiter dafür, dass Erdgas zur rechten Zeit beim Verbraucher ist.

Trocken und sauber um die halbe Welt

Was heute beispielsweise die Wohnungen wärmt, ist vor Millionen von Jahren durch geochemische Prozesse entstanden und hat sich tief unter der Erde angelagert. Über Bohrungen werden diese natürlichen Lagerstätten erschlossen und Erdgas zutage gefördert. Bevor es jedoch auf seine weite Reise zum Verbraucher geschickt wird, muss das Erdgas zunächst getrocknet werden. Denn in den Lagerstätten ist immer auch Wasser enthalten. An manchen Förderplätzen reicht sogar das Trocknen allein nicht aus: Wenn die Lagerstätte Schwefelwasserstoff enthält, wird das Erdgas zusätzlich in einer Gasaufbereitungsanlage "gewaschen". Schwefelfrei und trocken kann es dann seine Reise antreten.

Eine gigantische unterirdische Autobahn

Über mächtige Erdgasleitungen, teilweise unmittelbar am Meeresboden verlegt, gelangt das Erdgas nach Deutschland. Allein das Leitungsnetz der deutschen Gaswirtschaft ist zur Zeit rund 360.000 Kilometer lang: Eine gigantische unterirdische Autobahn, auf der die Erdgasmoleküle ihrem Bestimmungsort zuströmen. Dabei reiben sie sich untereinander und an den Leitungswänden. Dadurch sinkt der Druck. Alle 100 bis 200 Kilometer muss das Erdgas deshalb sogenannte Verdichterstationen passieren. Dort wird es wieder auf den für den Transport notwendigen Druck verdichtet.

Am Ende der Reise angekommen, wird meistens nicht die komplette Menge an Erdgas sofort benötigt. Deshalb gibt es beispielsweise Untertagespeicher. Diese werden jeweils im Sommer, also in Zeiten niedrigen Verbrauchs mit Erdgas gefüllt, als Sicherheitsreserve für den Winter. In Deutschland gibt es 39 Untertagespeicher. 18,4 Milliarden Kubikmeter für den Verbraucher nutzbares Erdgas werden darin gelagert. Das ist immerhin fast ein Viertel des jährlichen Erdgasverbrauchs in Deutschland. Weitere 17 Untertagespeicher sind in Planung. Damit würden zusätzlich 4,7 Milliarden Kubikmeter Erdgas zur Verfügung stehen.

Quelle: bgw

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